Drachen in der Antarktis

        Drachen im Einsatz an der Georg-von-Neumayer-Station  


    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde m. W. in der Meteorologie kaum noch mit Drachen gearbeitet. 
    Allerdings habe ich mit Kollegen in den letzten drei Jahren etwas in dieser Richtung erprobt und verschiedene
    Drachen (u.a. Jalbert - Parafoils) verwendet, um Meßsonden zu tragen.
    Wir arbeiteten dabei auf einem Alpengletscher und in der Antarktis. Die Daten werden über Funk zur Georg-von-Neumayer-Station übertragen.  Diese Methode hat sich bewährt. Bis zu Windgeschwindigkeiten
    von 15 m/s wurden Vertikalprofile der meteorologischen Größen aufgenommen, darüber war die Winde nicht
    mehr in der Lage, den Drachen einzuziehen. Selbst mit einer Handrolle am Seil langlaufen war dann sehr mühsam.
    Die Bilder zeigen Details der Meßanlage auf dem Hintereisferner beim Probebetrieb.
    Die gleiche Ausrüstung kam auch in der Antarktis zum Einsatz.

      
     
     
    Probebetrieb auf dem Hintereisferner, 1984.

     
     
     

     
    Prafolie an der Georg - von - Neumayer- Station.

     

    Bericht und Fotos von Dr. Ch.  Kottmeier, Institut für Meteorologie und Klimatologie der Universität Hannover, 1986.