Ein kleiner Rückblick auf" das waren Zeiten " 

Drachenerinnerungen von Hans Snoek



Heute reden wir schon von damals, aber so lange ist das noch gar nicht her das wir mit nur
wenigen Drachenfreunden auf der Uni Wiese uns nach der Arbeit oder am Wochenende trafen.
Dort flogen auch unsere ersten selbstgebauten Drachen, heute liegen sie fast vergessen im Keller ganz oben im Regal, und manchmal wenn ich irgend etwas suche entdecke ich sie wieder und dann fällt mir ein wie alles angefangen hat.
Oft schon wollte ich diese 3. Schlittendrachen vernichten, aber Sie gehören zu unseren Anfängen.
Wenn sie auch schon über 15 Jahre nicht mehr den Wind in ihren Leisten gespürt haben so sind sie doch ein Teil von
uns und irgendwann wird man sie wieder nehmen und in den Himmel fliegen lassen dort wo sie eigentlich hingehören.
Viele waren wir nicht die dort ihre ersten Drachen flogen, Nils und Ulrich waren die Spezialisten, was haben diese Jungen nicht alles gebaut, besonders an Ihrer Friedenstaube, einen riesigen Edo Drachen, kann ich mich noch genau erinnern.
Diese Jungs hatten was los, fast jeden Tag wurde ein neues Modell gebaut und anschließend von Peter Döltz, Manfred Blecker, Jörg Lemke und mir bestaunt.
Hin und wieder wurden auch Drachen bei den Beiden in Auftrag gegeben.
Von Manfred Blecker der Cody fliegt heute 10 Jahre nach seinem Jungfernflug noch oft auf Drachenfesten, und die Parafolie von Peter Malinski zieht immer noch ihre Kreise am Himmel.
Im April 1984 war dann das zweite Bremer Drachenfest.
Auf diesem Drachenfest wurden die ersten Kontakte zu den holländischen Drachenfreunden geknüpft, die mit bemerkenswerten Drachen angereist waren. Natürlich neugierig, beobachteten wir was nach und nach aufgebaut
wurde und stellten fest das diese Jungen Drachen mitgebracht hatten die wir in Drachenbüchern noch gar nicht gesehen hatten.
Viele Kontakte dieser Art und auch die Abbildungen in den ersten entstehenden Drachenmagazinen versetzten auch Peter Malinski in einen wahren Drachenrausch, tausende von Drachen entstanden an seiner Nähmaschine und alle
fanden am Himmel ihren Platz.
Einige von diesen Schmuckstücken die an seiner Nähmaschine entstanden fanden bei mir ein neues zu Hause und beweisen ihre Flugfähigkeit noch heute.
Die Ostfriesen ( Bliev Boben ) brachten Ihr Prachtexemplar das Auricher Wappen mit auf die Wiese und wenn dieser Drachen dann seinen Platz am Himmel bei den anderen gefunden hatte holten Ulli Foken und Renhard Gerdes ihre Lenkdrachen aus dem Sack und zeigten wie man mit man mit ihnen umgeht.
Auch Stefan Kindervater war einer von diesen Drachenpionieren in Bremen, er hatte es sich in den Kopf gesetzt einen Originalen Rundkappen Fallschirm in die Luft zu bringen, immer und immer wieder probierten wir in unseren freien Stunden auf der Uni Wiese aus diesen Drachen in den Wind zu bekommen.
Mal wurden die Waagenschnüre geändert oder es wurde versucht mit Sandsäcken den Fallschirm in den Wind zu stellen.Als alles nichts half wurde der Fallschirm zum letzten Versuch vorbereitet. Es wurden in seinem unterem drittel zwei große Löcher geschnitten, wie beim Schlittendrachen, und siehe da, er behielt seine Stabilität.Nun wollten wir es noch einmal wissen und den Fallschirm noch höher hinauflassen. Natürlich am PKW befestigt stieg der Fallschirm nun auf und blieb oben, aber das die Handbremse nicht angezogen war hatten wir übersehen, und so rumpelte der Kadett vom Stefan über die Wiese und kam in einem der zahlreichen größeren Sandlöcher zum stehen.
Der Fallschirm hatte sich in der Zwischenzeit auch wieder auf der kargen Grasnabe niedergelegt und so war
Gelegenheit den PKW zu bergen.
Aber wir hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht, der PKW stand so unglücklich in dem Sandloch das alle vier Räder frei drehen konnten und so der Wagen nicht frei kam.
Was also tun, ganz einfach den Fallschirm nochmals in den Wind bringen und an das Fahrzeug binden, tatsächlich der Kadett bewegte sich langsam, dann mit einem Ruck aus dem Loch, nun wurde schnell die straff gespannte Schnur gekappt und dieser unfreiwillige Ausflug hatte ein Ende.
Ich weiß nicht ob Stefan den Fallschirm noch einmal hat aufsteigen lassen, ich bin aber der Meinung das er ihn in die hinterste Kellerecke  verbannte.
Thomas Kibelksties gehörte zu den ersten Bremern die mit Drachen zu tun hatten. Sein Drachenladen im Alten Postweg zog im Dezember 1984 in das Bremer Schnoorviertel.Zur Eröffnung waren nicht nur die Bremer Drachenfreunde, sondern auch die Hamburger Flieger angereist um denersten Drachenladen Deutschlands an neuer Stelle zu begrüßen.
Wann auch immer man Stoff oder Kleinigkeiten zum Bau eines Drachen benötigte, hier bekam man es.
Dieser Drachenladen entwickelte sich zu einem Treffpunkt der Drachenszene, oft wurden hier die Feste und die
neuesten Drachen bei einer Tasse Tee besprochen.
So sicherlich auch das damals neueste Objekt von Peter Malinski der mit einer Spannweite von 14 Metern der größte Delta Drachen in Deutschland werden sollte.
Beim Jungfernflug am 23 Dezember 1984 brachen nach kurzem Flug die Bambusstäbe und Peter kam auf die Idee Surfmasten als Spreize einzusetzen und so gelang es ihm den Drachen einige Wochen später doch zum fliegen zu
bringen.   
  
 
 
 
Juli 1985
Deutschlands " erster Drachenladen " 
von Thomas Kibelsties auf dem 1.Drachenfest in Oldenburg.
Hier mit seinem alten Feuerwehrwagen
 
 
Heinbokel 1988
Eine Stange von einem Lenkdrachengespann in einer Hochspannungsleitung .
Die ganze Umgebung war anschließend ohne Strom
 
 
31.3.1985 in Altengamme
Der Pink Panther von Axel Voss und Jürgen Lienau
 
Auf dem Drachenfest in Bremen 1985
Man erkennt sie doch wieder !
 Damals noch ganz in weiß.
Wolfgang Schimmelpfennig und Rainer Kregovski.
 
 
August 1985 in Greetsiel
Ulli Foken in seinem Element
Sprünge von über 20 Meter waren bei ihm keine Seltenheit
 
Juni 1987
Rainer Kregovski auf Fano 
mit seiner Cloud Kette.
 
 
1984 
in Bremen auf der Uni Wiese
Peter Malinski mit seinem Stern Drachen.
 
 
Juli 1985
Uwe Gryzbeck auf dem 1. Oldenburger Drachenfest.
Noch ist nicht alles " Schwarz " bei Uwe.
Zwischen den Zellen könnt Ihr Ulla entdecken.
 
  
 
Mai 1986 
er war fertig, der Schwenter Drachen
Nachbau von 1636 
 
Oktober 1984
in Cuxhaven
Peter Malinski hatte seinen Drachen 
genau über einer Fahnenstange abgesetzt.